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Brause-Strullen
Sauberes Trinkwasser ist ein knappes Gut, auch in den großen Metropolen Brasiliens. Zu wertvoll, um es durch die Toilettenspülung rauschen zu lassen, findet eine brasilianische Umweltschutzorganisation: Um Wasser zu sparen, sollen die Brasilianer selbiges schon beim Duschen lassen.
“Xixi no banho – Pinkelt beim Duschen“ heißt die mit dem Sauberkeitsempfinden von Meister Propper und Sagrotan anhimmelnden deutschen Hausfrauen kaum vereinbare Kampagne von SOS Mata Atlântica. Die Nichtregierungsorganisation, die sich für den Erhalt der Regenwälder an Brasiliens Atlantikküste einsetzt, hat vorgerechnet, welche gewaltigen Mengen des kostbaren Nass sich sparen ließen, wenn jeder den Duschvorgang auch gleich zum Urinieren nutzen würde. So verbraucht ein einziger Toilettenspülgang in Brasilien durchschnittlich etwa 12 Liter Trinkwasser – bei nur einer Spülung pro Tag sind das schon 4.380 Liter pro Jahr. Allein in einer Megastadt wie Sao Paolo ließen sich pro Sekunde (!) 1.500 Liter Wasser sparen, wenn die Brause am morgen bereits mit einem kleinen Geschäft kombinieren würde. Und jeder Liter gesparten Wassers komme – so die Umweltschützer – dem Regenwald zugute. Angst vor mangelnder Hygiene brauch nach Angaben von SOS Mata Atlântica übrigens niemand zu haben: Urin besteht zu 95 Prozent aus Wasser, und wenn man gleich zu Beginn des Brausebads pinkelt, dann sind am Ende des Waschvorgangs sämtliche Pipi-Reste aus der Wanne in den Abfluss gespült worden – garantiert. Im Internet sorgt die Kampagne bereits für Furore: auf der “Xixi no banho“ -Website der Kampagne und bei YouTube erledigen Männer, Frauen, Kinder, Sportler, Musiker, Geister und Aliens bereits begeistert ihr Geschäft hinter dem Dushvorhang . Die witzigen Videos wurden bereits hundertausendfach abgerufen und genießen bereits Kultstatus in der globalen Internetgemeinde. Interessant wäre nur zu wissen, ob sich der Wasserverbrauch in Sao Paulo bereits reduziert hat! |
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